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Internationales Deutsches Turnfest Berlin 2017

Los ging es für die meisten mit dem Einzug in die Klassenräume des Goethe-Gymnasiums Zehlendorf. Die offizielle Eröffnung startete abends mit einem Umzug durch die Innenstadt und einer großen Party vor dem Brandenburger Tor, wo gar nicht alle Interessenten hinpassten.

Am Sonntag und Montag hieß es für Gisela Jung, Gabi Wedel, Ute Frensch-Böhnle, Ulrike Buschinger, Sabine Bensinger und Astrid Wedel: Regenzeit = Probenzeit! Das Wetter zeigte kein Pardon für die 700 Teilnehmer der Shopping-Nummer der Stadiongala, die stundenlang im Olympiastadion das große Gesamtbild einstudieren mussten. Der Mühe Lohn kam am Dienstagabend, wo 6000 Aktive vor 60.000 Zuschauern eine großartige Show gestalteten. Ob man Angela Merkel, die einige Grußworte sprach, als Aktive ansehen darf? Zumindest lief sie wie alle anderen durch das große Marathontor ein. Die Weiterstädter zählten zu den 400, die mit handtuchgroßen Kreditkarten auf dem Rasen tanzten.

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Parallel dazu absolvierten Ulrike Buschinger und Astrid Wedel am Sonntag den Wahlwettkampf Einzel 45 - 49 Jahre. Ulrike erhielt für eine tolle Bankübung 15,7 von 16 möglichen Punkten und schaffte es mit den Punkten aus Bodenturnen, Bandgymnastik und Standweitsprung auf den 8. Platz von 119 Teilnehmern. Astrid turnte außerplanmäßig am Minitrampolin, da das Kampfgericht am eigentlich geplanten Rope-Skipping seine Pflicht nicht erfüllte und zu früh Feierabend gemacht hatte. Mit den Punkten aus Bank, Bodenturnen und Bandgymnastik schaffte sie es auf Platz 26. Ute Frensch-Böhnle war am Mittwoch beim Wahlwettkampf der 60 - 65jährigen dran. An Boden, Bank und Bandgymnastik bewies sie, dass Eleganz kein Vorrecht der Jugend ist, und erreichte unter 59 Teilnehmerinnen den 14. Platz.

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Am Dienstag ging die Erwachsenen-Mannschaft im Turn-Gruppen-Wettkampf (TGW) an den Start. TGW ist ein Gruppenwahlwettkampf, bei dem die Mannschaft bestehend aus 6-10 Personen, drei von acht Disziplinen auswählt. Die Weiterstädterinnen durften dieses Jahr ausschlafen und konnten ausgeruht, aber dennoch aufgeregt ihre erste Disziplin, das Bodenturnen, bestreiten. Alle akrobatischen Elemente verliefen reibungslos und es wurden keine größeren Fehler gemacht, sodass man sich sehr über eine gelungene, ausdrucksstarke Darbietung und eine Punktzahl von 9,50 Punkten von 10 möglichen Punkten freute. So stellte sich die Gruppe einen guten Einstieg in den Wettkampftag vor, denn nun war man höchst motiviert, um nochmal alles bei der zweiten Disziplin des Tages, dem Tanzen, aus sich herauszuholen. Ganze vier Stunden später wurde es dann ernst. Die Trainerin Katrin Seyfarth wusste, dass hier die volle Punktzahl möglich ist, aber bis dato hatte es für die Mannschaft nie für den zweistelligen Bereich im Tanzen gereicht. Die Wettkampfhalle wurde still und das Kampfgericht, die mitgereisten Fans, sowie alle anderen Zuschauer, bestaunten die Choreographie der Tänzerinnen. Mit tosendem Applaus wurde die Mannschaft beglückwünscht und konnte so mit einem Lächeln auf dem Gesicht, die Fläche wieder verlassen. Nun war banges Warten und Zittern angesagt. Keine fünf Minuten später wurde es zur Gewissheit: volle Punktzahl und damit die Höchstwertung des Tages in der gesamten Wettkampfklasse in einer nicht messbaren Disziplin. Den Frauen schossen direkt vor Freude die Tränen in die Augen und auch die vielen Fans waren begeistert. Bei der letzten Disziplin, dem Medizinballweitwurf, machte es die Delegation nochmal spannend. Gefordert werden pro Teilnehmerin mindestens 13 Meter, um die magischen 10 Punkte zu erlangen. Mit zwei Metern Überschuss erreichte man, zur Erleichterung aller, auch dieses Ziel und so konnten alle gespannt auf die Siegerehrung am nächsten Tag hin fiebern. Mit nur 0,1 Punkten Abstand verpasste die TGW Erwachsenen-Mannschaft knapp den Bronzerang. Am Ende reichte das Ergebnis von 29,50 Punkten von 30 möglichen, für einen tollen 5. Rang unter 76 Mannschaften. Es gingen an den Start: Tanja Baumann, Selia Fink, Kimberly Görich, Isabell und Patrizia Lachnit, Sophia Lohrum und Christina Seemann.

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Auch am Mittwoch startete die Stadiongala-Fraktion zusammen mit Sabine Herold, Corinna Herold und Sonja Petry im Wettbewerb "Fit im Team 40+" in der Messehalle. In der Rubrik "Gymnastik mit Handgerät" verhafteten sie als Polizistinnen planmäßig die handgefertigten Schaumstoff-Bankräuber. Hier war der Umstand zu bewältigen, dass der Sicherheitsdienst der Messehalle die Nutzung einer der Spielzeugpistolen als zu echt aussehend verbot. Das Balancieren eines Tabletts mit Becher über eine wacklige Strecke klappte anschließend gut. Danach ging es darum, innerhalb von zwei Minuten möglichst viel Wäsche aufzuhängen. Dies führte im Endeffekt zum 6. Platz unter 11 teilnehmenden gemischten Gruppen. Ganz andere Pläne hatte Sonja Petry, die beim Orientierungslauf startete, wo man in einem Waldstück innerhalb möglichst kurzer Zeit verschiedene Punkte anlaufen muss. Sie erreichte dabei den 12. Platz. Freitags wanderte sie mit anderen Turnfestteilnehmern durch den Wald zum Müggelsee. Doch aktiver Sport war nicht alles.

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Genießen konnte die Gruppe auch die Turnfestgala in der Mercedes-Benz-Arena am Sonntagabend, wo Spitzenturner verschiedenster Fachrichtungen ihr Können präsentierten. Beim Revival-Abend mit anschließendem Länderabend am Mittwoch verführte fetzige Musik die Tanzbeine. Ihr Kulturbedürfnis stillten einige im Friedrichstadtpalast bei der Revue "The One". Und last but not least beendete die Abschlussveranstaltung im Sommergarten des Messegeländes am Freitagabend das Internationale Deutsche Turnfest in Berlin.


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